Glue Records sind ein Sonderfall bei DNS: Wenn Ihre Nameserver Subdomains Ihrer eigenen Domain sind, entsteht ein Henne-Ei-Problem. Der Glue Record löst es.
Wann brauchen Sie Glue Records?
Angenommen Sie wollen für Ihre-domain.de als Nameserver ns1.Ihre-domain.de und ns2.Ihre-domain.de verwenden. Um Ihre-domain.de aufzulösen, brauchen Sie die IP von ns1.Ihre-domain.de. Um die zu bekommen, müsstest Sie wieder Ihre-domain.de auflösen — Endlosschleife.
Die Lösung: Die Registry (z.B. DENIC für .de) veröffentlicht die IP-Adressen Ihrer eigenen Nameserver direkt — den Glue Record.
Für die meisten Nutzer irrelevant
Wenn Ihre Nameserver auf ns1.wts-hosting.de und ns2.wts-hosting.de zeigen (Standard), brauchen Sie keine Glue Records — wir haben unsere Nameserver selbst bei der Registry glueed.
Nur relevant wenn Sie:
- Eigene Nameserver auf einem eigenen Server betreibst (BIND, PowerDNS, NSD)
- Diese Nameserver Subdomains Ihrer eigenen Domain sind
Glue Records im Portal setzen
- Domains → Ihre-domain.de → Nameserver
- Erweitert → Glue Records
- Für jeden Nameserver:
- Hostname:
ns1.Ihre-domain.de - IPv4: die öffentliche IP
- IPv6: optional, aber empfohlen
- Hostname:
Nach Speichern übermitteln wir die Glue Records an die zuständige Registry. Aktivierung dauert je nach TLD einige Minuten bis zu 24 Stunden.
Betrieb eigener Nameserver
Wenn Sie das ernsthaft betreiben wollen:
- Zwei Nameserver in unterschiedlichen Netzen (nicht beide bei einem Provider)
- DNSSEC sollten Sie selbst regeln (Key-Rotation)
- Monitoring — bei Ausfall aller Nameserver ist Ihre Domain offline
Für die meisten Zwecke sind unsere Nameserver deutlich stressfreier. Eigene NS lohnen sich vor allem für Netzwerk-Betreiber und größere Firmen mit eigener DNS-Strategie.