Jeder WTS-VPS bekommt automatisch ein /64 IPv6-Subnetz — das sind mehr Adressen als das gesamte IPv4-Internet.
Ihre IPv6-Adresse finden
Meine Dienste → VPS → Ihr Server → Netzwerk
Sie sehen dort:
- IPv4:
77.90.60.191 - IPv6-Subnetz:
2a01:4f8:1234:5678::/64 - Standard-Adresse:
2a01:4f8:1234:5678::1
Auf dem VPS aktivieren
Bei Ubuntu/Debian ist IPv6 meist automatisch aktiv. Prüfen:
ip -6 addr
ping6 google.deFalls nicht: /etc/netplan/*.yaml bearbeiten:
network:
version: 2
ethernets:
eth0:
dhcp4: true
addresses:
- 2a01:4f8:1234:5678::1/64
gateway6: fe80::1Dann netplan apply.
Dienste auf IPv6 lauschen lassen
Nginx:
server {
listen 80;
listen [::]:80;
server_name Ihre-domain.de;
}SSH (in /etc/ssh/sshd_config):
ListenAddress 0.0.0.0
ListenAddress ::Postfix:
inet_protocols = allDNS-Records
Damit Ihre Domain auch per IPv6 erreichbar ist, brauchen Sie AAAA-Records zusätzlich zu A:
@ A 77.90.60.191
@ AAAA 2a01:4f8:1234:5678::1
www A 77.90.60.191
www AAAA 2a01:4f8:1234:5678::1Im WTS-DNS-Manager gehen A- und AAAA-Records mit dem gleichen Assistenten.
Mehrere IPv6-Adressen nutzen
Mit dem /64-Subnetz haben Sie praktisch unbegrenzt viele IPv6-Adressen. Sinnvoll wenn Sie z.B. mehrere Services auf separate IPv6-Adressen legen:
ip -6 addr add 2a01:4f8:1234:5678::2/64 dev eth0
ip -6 addr add 2a01:4f8:1234:5678::3/64 dev eth0Persistent in /etc/netplan/.
Firewall für IPv6
UFW behandelt IPv6 automatisch — Regeln gelten für v4 UND v6. Wenn Sie für v6 andere Regeln wollen:
ufw allow proto tcp from 2001:db8::/32 to any port 22Für iptables gibt es das Pendant ip6tables.
Warum IPv6 nutzen?
- Zukunftssicher — IPv4 wird immer knapper
- Bessere Performance in manchen Netzen (weniger NAT)
- Direkte Peer-to-Peer-Verbindung ohne NAT-Traversal
- DKIM/SPF funktioniert für Mailserver sauberer