Token erstellen
- Mein Konto → API → Tokens
- Neuer Token
- Name vergeben (z.B. "Terraform Automation", "Home Server DynDNS")
- Scopes wählen (was der Token darf)
- Ablaufdatum (optional aber empfohlen)
- Erstellen
Nach Erstellen wird der Token einmalig angezeigt — kopiere ihn sofort in Ihren Passwort-Manager. Danach ist er nicht mehr einsehbar.
Scopes
Scopes sind Berechtigungen. Prinzip Least Privilege: Token bekommt nur was er wirklich braucht.
Verfügbare Scopes:
read:account— Kontoinfo lesenread:domains— Domain-Liste lesenwrite:domains— Domains verwaltenwrite:dns— DNS-Records ändernread:vps— VPS-Liste und Statuswrite:vps— VPS steuern (reboot, snapshots)read:email— E-Mail-Konfiguration lesenwrite:email— Postfächer verwaltenread:billing— Rechnungen lesenadmin— alles (nur wenn wirklich nötig)
Beispiel: Ein Token für DynDNS-Updates braucht nur write:dns, sonst nichts. Wenn er kompromittiert wird, kann Angreifer nur DNS ändern (schlimm genug), aber keine Rechnungen sehen oder VPS rebooten.
Ablaufdatum
Empfehlung: alle Token mit max. 1 Jahr Ablauf. Danach müssen Sie neuen erstellen — das ist die Gelegenheit alte, ungenutzte Tokens auszumisten.
Alternative: Kein Ablauf für Produktiv-Systeme wo Rotation kompliziert ist — dann aber wenigstens jährliche manuelle Prüfung "Nutze ich diesen Token noch?".
Token verwenden
In HTTP-Requests als Header:
Authorization: Bearer wts_pat_a1b2c3d4e5f6...Token widerrufen
Wenn Sie glauben ein Token wurde kompromittiert:
- Mein Konto → API → Tokens
- Den betroffenen Token finden
- Widerrufen klicken
Token wird sofort ungültig — alle Requests damit werden abgelehnt.
Ersatzlos — kein "vorübergehend deaktivieren", einmal weg = weg.
Token-Historie
Für jeden Token sehen Sie:
- Wann erstellt
- Zuletzt verwendet (Datum + IP)
- Anzahl Requests im letzten Monat
- Aktive/widerrufen
Praktisch um zu erkennen welche Tokens ungenutzt sind (können weg) und welche aktiv (bloß nicht widerrufen ohne vorher zu prüfen).
Sicherheits-Empfehlungen
- Nie in Git committen — Tokens gehören in Umgebungsvariablen oder Secret-Manager (Vault, AWS Secrets, Kubernetes Secrets)
- Nie öffentlich teilen — Support fragt nie nach Tokens
- Nie als URL-Parameter — landen in Logs, sind einsehbar
- Nach Mitarbeiter-Wechsel widerrufen — wenn jemand geht, alle seine Tokens weg
Token pro Anwendung
Statt einem "Master-Token" der alles kann: pro Anwendung ein eigener Token.
Vorteile:
- Bei Kompromittierung nur eine Anwendung betroffen
- Widerruf ohne alle anderen Anwendungen zu brechen
- Nachvollziehbar wer was gemacht hat (in Logs)
Personal Access Tokens vs OAuth-Apps
Personal Access Token (PAT) — für persönliche Skripte, Server, CI/CD.
OAuth-App — für Third-Party-Anwendungen die Ihnen Zugriff bitten (nutzen Standard-OAuth-Flow, kein Token-Teilen nötig).
Details: siehe API-Dokumentation.